meili Gärten und Imkerei

Imkerei

Biene - Imkern in der Stadt Bern

Imkern in der Stadt bietet den Bienen viele Vorteile. Vor allem die Biodiversität ist in der Stadt Bern bedeutend besser als auf dem Land. 


Die Bienen profitieren von den Kleinstrukturen in den Vorgärten, blühenden Balkonen, Alleebäumen (z.B. Linden), artenreichen Ruderalflächen und vielem mehr. Ausserdem gehört zum Flugradius der Bienen auch die Aare mit ihrer speziellen Vegetation, sowie der Reichenbachwald. 


Eine Läppertracht ist durch die Blütenvielfalt immer gegeben, die sich auch in der Pollenqualität widerspiegelt.


Im Gegensatz dazu setzt die intensive Landwirtschaft mit ihren ausgeräumten Landschaften und Monokulturen den Bienen zu. Man spricht von der «Grünen Wüste». Auf die Massentracht (Raps) im Frühling, die zur einseitigen Pollenernährung führt, folgt oft - wegen Mangel an geeigneten Blütenpflanzen – Stress bei der Futtersuche. Ausserdem werden die Bienen durch den Einsatz von immer raffinierteren Pestiziden in ihrer Entwicklung gestört. Vor allem die subletalen Vergiftungen führen zu chronischen Verhaltensstörungen der Flugbienen. Ausserdem reichern sich die Pflanzenschutzmittel im Honig an

Bienenstand im Norden von Bern - im Rossfeld

Der «Berner Stadthonig» wird im eigenen Garten von etwa 20 Völkern produziert. Wobei der Schwerpunk der imkerlichen Tätigkeit nicht die Honigproduktion, sondern die Zucht von A-Belegstellen- und Wirtschaftsköniginnen ist.


Betriebsweise

Auf dem Bienenstand werden die Immen in Dadant Blatt-Beuten auf Halb- und Ganzzargen gehalten. Wobei der Naturwabenbau im Brutraum die Regel ist. Dabei wird nur eine kleine, dreieckige Mittelwand zentral ins Rähmchen eingelötet, damit die Bienen bei ihrem Wabenbau angeleitet werden und kein Wirrbau entsteht. Wie sie dabei vorgehen, kann in einem Bienenschaukasten eingesehen werden. Drohnen werden keine geschnitten. Den Bienen wird die freie Brutorganisation überlassen und gefördert.


Stadthonig

Nektar und Pollen werden von den Bienen in der näheren Umgebung eingesammelt, wobei sie von einem vielfältigen Nektar- und Pollenbouquet profitieren, das sich im Honig niederschlägt. Der Honig wird in der Regel zweimal im Jahr geschleudert. Nach der Lindenblüte wird - wenn der Wald keinen Honigtau liefert - abgeräumt und aufgefüttert. Der Resthonig wird den Bienen gelassen und dient als Winterfutter.


Der Bienenhonig kann an der Reichenbachstrasse 74  im Selbstbedienungslädeli gekauft werden.


Carnica-Königinnen

In der Stadt ist man auf sanftmütige Bienen angewiesen, damit vorbeigehende Passanten nicht belästigt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, steht im Zentrum eines jeden Bienenvolkes die Königin. Als Mitglied der Königinnenzuchtgruppe Kiental werden Reinzuchtköniginnen gezüchtet. Das Ziel ist dabei, eine ursprüngliche und natürliche Bienenrasse zu erhalten und gewisse Ausprägungen zu fördern. Dabei stehen neben der  Sanftmut die Bruthygiene (Putztrieb) und die Varroatoleranz im Vordergrund. Im Angebot stehen Carnica-Königinnen (Linie CC95, Zuchtwert 104) von der A-Belegstelle Kiental und Wirtschaftsköniginnen (Linie CC95/ Standbegattet) aus dem Rossfeld (Bern Nord). Bestellungen, bzw. Reservationen werde übers ganze Jahr entgegengenommen. Preise auf Anfrage.

Kurzfilm: Ein Kientaler Carnica-Königin